Rechtsstreit kostet schnell 10.000 € – diese Fälle sind teurer als gedacht
„So weit wird es schon nicht kommen.“ – Diesen Satz hört man oft, wenn es um rechtliche Auseinandersetzungen geht. Doch die Realität sieht anders aus: Ein Rechtsstreit kann schnell mehrere Tausend Euro kosten – selbst bei scheinbar kleinen Konflikten.
Viele unterschätzen die tatsächlichen Kosten eines Verfahrens. Dabei summieren sich Anwaltskosten, Gerichtskosten, Gutachtergebühren und mögliche Kosten der Gegenseite schneller als gedacht.
Warum Rechtsstreitigkeiten so teuer werden
Die Höhe der Kosten richtet sich in Deutschland nach dem sogenannten Streitwert. Je höher dieser angesetzt wird, desto höher fallen Anwalts- und Gerichtskosten aus. Besonders teuer wird es, wenn:
mehrere Instanzen durchlaufen werden
Sachverständige hinzugezogen werden müssen
der Prozess verloren geht und die Kosten der Gegenseite übernommen werden müssen
Schon bei einem Streitwert von 20.000 Euro können in erster Instanz Gesamtkosten von über 5.000 bis 8.000 Euro entstehen. Geht der Fall in die nächste Instanz, verdoppelt sich der Betrag schnell.
Diese Rechtsfälle sind teurer als viele denken
1. Kündigungsschutzklage im Arbeitsrecht
Eine Kündigung ist emotional belastend – und rechtlich komplex. Wer gegen eine Kündigung vorgeht, muss mit Anwalts- und Gerichtskosten rechnen. Der Streitwert liegt häufig bei drei Bruttomonatsgehältern.
Beispiel:
Bei 3.500 € Monatsgehalt ergibt sich ein Streitwert von 10.500 €. Die Kosten können mehrere Tausend Euro betragen – unabhängig davon, ob man gewinnt oder verliert.
2. Verkehrsunfall mit Personenschaden
Ein kleiner Auffahrunfall kann schnell juristische Folgen haben – vor allem wenn Schmerzensgeldforderungen im Raum stehen. Bei unklarer Schuldfrage landen solche Fälle oft vor Gericht.
Gutachterkosten und medizinische Bewertungen treiben die Kosten zusätzlich in die Höhe. Schnell stehen 10.000 € oder mehr im Raum.
3. Streit mit dem Vermieter
Mieterhöhungen, Eigenbedarfskündigungen oder Streit um Nebenkostenabrechnungen sind häufige Gründe für gerichtliche Auseinandersetzungen.
Gerade bei langwierigen Verfahren oder wenn mehrere Instanzen nötig werden, steigen die Kosten erheblich.
4. Baurecht und Handwerkerstreitigkeiten
Fehlerhafte Arbeiten am Eigenheim oder Streit über Baukosten gehören zu den teuersten Rechtsgebieten. Hier sind hohe Streitwerte und aufwendige Sachverständigengutachten üblich.
Ein Bauprozess kann schnell fünfstellige Summen verschlingen.
Recht haben heißt nicht automatisch: kein Kostenrisiko
Ein weit verbreiteter Irrtum: „Wenn ich gewinne, zahlt doch die Gegenseite.“ Das stimmt nur bedingt.
Bei einem Vergleich tragen oft beide Parteien einen Teil der Kosten.
Bei teilweisem Unterliegen bleibt man anteilig auf Kosten sitzen.
Eigene Auslagen müssen häufig vorgestreckt werden.
Das finanzielle Risiko bleibt also bestehen – selbst bei guten Erfolgsaussichten.
Wie eine Rechtsschutzversicherung vor hohen Kosten schützt
Eine Rechtsschutzversicherung übernimmt – je nach Tarif – unter anderem:
Anwaltskosten
Gerichtskosten
Kosten der Gegenseite bei Unterliegen
Gutachterkosten
Mediation
Damit wird das Kostenrisiko kalkulierbar. Statt aus finanzieller Sorge auf sein Recht zu verzichten, kann man fundiert entscheiden, ob sich ein Verfahren lohnt.
Wichtig ist allerdings, auf die passenden Bausteine zu achten – etwa Arbeitsrecht, Verkehrsrecht, Vertragsrecht, Bauherrenrecht, Eherecht, Unterhaltsrecht oder Mietrecht – sowie auf Wartezeiten und Selbstbeteiligung.
Fazit: Rechtliche Sicherheit schützt vor finanziellen Überraschungen
Ein Rechtsstreit kostet schnell 10.000 € – manchmal sogar deutlich mehr. Wer keine Absicherung hat, steht im Ernstfall vor einer schwierigen Entscheidung: Recht durchsetzen oder Kostenrisiko tragen?
Eine passende Rechtsschutzversicherung schafft hier finanzielle Sicherheit und Handlungsspielraum.
Jetzt Beratungstermin vereinbaren
Ein Beratungstermin zu einer Rechtsschutzversicherung hilft, Risiken realistisch einzuschätzen, Kostenfallen zu vermeiden und im Ernstfall finanziell abgesichert zu sein. Hier soll der jeweils individuelle Bedarf geklärt werden. Rechtsschutz ist nicht gleich Rechtsschutz und eine pauschale Aussage über die Kosten einer Rechtsschutzversicherung kann nicht getroffen werden.
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In einem Beratungsgespräch wird geklärt, welche Risiken in Ihrer persönlichen Situation wirklich relevant sind – und welche Bausteine sinnvoll sind.
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