Online-Betrug wird immer raffinierter. Cyber-Kriminelle setzen dabei gezielt auf Stress, auf Vertrauen und auf die Unwissenheit der Internetnutzer. Die Bandbreite der Betrugsversuche und Angriffe ist groß. Sie reicht von gefälschten E-Mails, manipulierten Webseiten, über Fake-Shops bis hin zu WhatsApp Nachrichten von angeblichen Familienmitgliedern.
Mit diesen 10 goldenen Regeln schützen Sie sich effektiv vor den häufigsten Betrugsmaschen im Internet.
Regel 1: Niemals unter Druck handeln
Beim Versuch des Online-Betruges erzeugen die Abzocker eine künstliche Dringlichkeit mit Aussagen wie: „Ihr Konto wird gesperrt“, „Letzte Chance – nur noch heute!“ oder „Bitte sofort überweisen!“ Wichtig ist an der Stelle, Ruhe zu bewahren. Seriöse Unternehmen üben keinen Druck aus.
Regel 2: Keine sensiblen Daten per E-Mail oder Messenger weitergeben
Diese Regel sollte selbstverständlich sein. Banken, Behörden oder seriöse Unternehmen fragen niemals per E-Mail oder WhatsApp nach Passwörtern, PINs/TANs oder nach Kreditkartendaten. Taucht eine solche Frage in der Nachricht auf, handelt es sich offensichtlich um einen Phishing-Versuch.
Regel 3: Absenderadresse und Anrede genau prüfen
Die angezeigte E-Mail-Adresse des Absenders ist nicht mit der tatsächlichen Adresse des Absenders identisch. Diese Prüfung ist ganz einfach mit einem Klick auf den Pfeil neben der Absenderadresse durchgeführt. Die angezeigte E-Mail-Adresse enthält oft Schreibfehler, hat eine ungewöhnliche Domain-Endung oder ist als kryptische Adresse zu sehen. Ein offizielles Logo in der E-Mail ist zusätzlich kein Beweis für die Echtheit. Eine seriöse Nachricht beginnt mit der Anrede des vollen Namens. Nur ein „Hallo“ oder keine Anrede deutet auf einen Betrugsversuch hin.
Regel 4: Fremde Webseiten sorgfältig prüfen
Zu prüfen ist hierbei, ob die Webseite eine sicher verschlüsselte Verbindung aufbaut. Dazu muss am Beginn der Domain „https“ anstatt nur „http“, wobei das „s“ für „secure“, also „sicher“ steht. Zu prüfen ist zudem, ob das Design der Seite professionell wirkt und ob die Seite über ein Impressum verfügt.
Regel Nr. 5: Starke einzigartige Passwörter benutzen
Passwörter sollten lang sein, mindestens 12-16 Stellen und aus Groß- und Kleinbuchstaben, Zahlen und Sonderzeichen bestehen. Wobei jeder Account sein eigenes Passwort haben sollte.
Passwortbeispiel: Tg%b&ndn§jdh9@HL
Damit man sich die verschiedenen Passwörter nicht merken oder aufschreiben muss, ist es ratsam, einen Passwortmanager zu nutzen. Hier muss man nur ein Generalpasswort verwenden. Der Manager loggt den Nutzer in jedem Account automatisch mit dem jeweiligen Passwort ein. Sehr zu empfehlen ist hier der Passwortmanager von Dashlane (Affiliate Link). Ein sicheres Passwort laufend zu erneuern ist nicht ratsam und mit einem Passwortmanager nicht notwendig.
Regel Nr. 6: Zwei-Faktor-Authentifizierung aktivieren
Eine Zwei-Faktor-Authentifizierung (2FA) bietet einen zusätzlichen Schutz vor Angreifern. Diese 2FA kann erfolgen über Login+SMS code, Login+AuthentificatorApp (zB. Google Authentificator) oder Login+biometrische Bestätigung.
Regel Nr. 7: Vorsicht bei Links, Button oder Anhängen
Das blinde Öffnen von unerwarteten Dateianhängen, verkürzten Links oder angeblichen Rechnungen, die Sie nicht erwarten, ist dringend zu unterlassen. Im Zweifel (zB. bei Rechnungen) sollte direkt beim jeweiligen bekannten Anbieter nachgefragt werden.
Regel Nr 8: Software und Geräte aktuell halten
Es ist wichtig, regelmäßig die aktuellen Konfigurationen und Installationen zu prüfen und aktuell zu halten. Dazu gehören Sicherheitsupdates, Browser-Updates, App-Updates und Firmware-Updates.
Regel Nr. 9: Achtsam sein bei ungewöhnlichen Zahlungsarten
Wem ungewöhnliche Zahlungsarten angeboten werden, sollte stutzig werden. Warnsignale bei Online-Shops können Zahlungsarten „nur Vorkasse“ oder „nur Kryptowährung“ sein. Unseriös wirkt es auch, wenn keine sicheren Bezahlmöglichkeiten angeboten werden, wie zB. per PayPal oder Kreditkarte.
Regel Nr. 10: Sofort handeln bei Verdacht
Wer Opfer eines Online-Betruges geworden ist, der sollte sofort handeln. Es sollte sofort das den Betrug betreffende Unternehmen und die Bank kontaktiert werden, das Passwort geändert oder das Konto gesperrt werden, eine Anzeige bei der Polizei erstattet und eine Prüfung der Kontoaktivitäten durchgeführt werden. Es gilt, so schnell wie möglich zu reagieren, um eine Chance zu haben den Schaden gering zu halten.
Jetzt Rechtsschutz gegen Online-Betrug
Nicht nur Opfer eines Online-Betruges haben oft hohe Kosten für den Support und die Schadensbegrenzung. Bei Cybermobbing, Missbrauch von Identitäten oder Zahlungsmitteln, beim Online-Shopping, für die private Webseite, beim Online-Sharing, bei digitalen Nachlass und Testament beim Urheberrechtsverstoß oder im Arbeitsrecht, bezogen auf die Internet-Nutzung, kann oft nur eine Fachanwaltskanzlei helfen, den Schaden zu regulieren und ggf. Klage einzureichen. Wird die eigene Reputation geschädigt kann ein Löschdienst schnelle Hilfe leisten. Dies ermöglicht der Internet Rechtsschutz WebAktiv, der als Einzelkonzept oder als Baustein einer kompakten Rechtsschutzversicherung genutzt werden kann. Versichert sind dabei ausschließlich Fälle, die nach dem Vertragsbeginn eingetreten sind. Eine rückwirkende Deckung ist ausgeschlossen (vorvertraglich).
Der spezielle Rechtsschutz kann bei juristischen Konflikten helfen, Kosten zu übernehmen oder Kosten zu reduzieren. Nutzen Sie hier jetzt gerne kostenfrei meine Beratung.